Influencer Marketing - Tipps von Menschen wie Du und ich

Eine der überzeugendsten Art das Vertrauen eines potentiellen Kunden zu gewinnen, ist die Empfehlung eines Produkts oder einer Dienstleistung von einem Freund, einem vertrauensvollen Bekannten oder von einem authentischen Influencer. Das Influencer Marketing ist derzeit ein herausragender, wenn nicht der größte Trend im Online Marketing. Immer mehr Unternehmen setzen auf Influencer Marketing. Die Beeinflussung, böswillig könnte man es auch Manipulation nennen, der Kundenmeinung ist nicht neu. Im Gegenteil, die Meinung des Kunden bis zur Kaufentscheidung zu führen, dass ist die elementare Aufgabe der Werbung. Der Ansatz des Influencer Marketings basiert darauf, dass die Werbeträger aus der Mitte der Zielgruppe kommen und daher extrem vertrauenswürdig wirken. Das erhöht wiederum die Glaubwürdigkeit und der Kaufprozess wird positiv beeinflusst.


Verkaufsfördernd wirkt außerdem die direkte Kommunikation mit dem Endverbraucher über die sozialen Kanäle, die enormen Reichweiten sowie die, den Zielgruppen entsprechenden, Inhalte.


Die Pandemie verhilft dem Influencer Marketing zum Wachstum


Der Begriff Influencer wird aus dem englischen Verb "to influence" abgeleitet und bedeutet „beeinflussen“. Durch die Pandemie ist die Bedeutung des Influencer Marketings gewachsen. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) gaben 70 Prozent der befragten Teilnehmer an, dass das Influencer Marketing in der Pandemie eine maßgeblich wichtigere Bedeutung einnahm als vor der Krise.

"Unternehmen konnten durch gut gemachtes Influencer Marketing nicht nur ihre Engagement, sondern auch ihre Conversion Rate signifikant steigern. Influencer*innen bringen das mit, was viele Firmen gerade in Krisenzeiten dringend suchen: den Zugang zur Zielgruppe, deren Vertrauen sowie qualitativ hochwertigen Content. Die Corona-Pandemie führt dazu, dass Unternehmen deutlich mehr in Influencer Marketing investieren, sowohl was finanzielle als auch personelle Ressourcen angeht. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung auch nach der Pandemie anhalten wird", erläutert Anke Herbener die BVDW-Vizepräsidentin und Chefin der für die Befragung zuständigen Arbeitsgruppe Influencer Marketing.

"Es lässt sich auch eine zunehmende Professionalisierung von Influencer Marketing erkennen. In 64 Prozent der Firmen gibt es bereits Verantwortliche für Influencer Marketing. Das sind 11 Prozent mehr im Vergleich zu 2018", ergänzt Matthias Maurer. Er war der stellvertretende Leiter der Arbeitsgruppe.


Ist das Influencer Relations das überlegenere Marketing?


Wenn Du Dich mit Online Marketing beschäftigst, dann ist Dir der Begriff Influencer Marketing sicher bekannt. Seltener sind Artikel über die sogenannten Influencer Relations.

Das Influencer Marketing zielt auf den Absatzmarkt. Das Ziel besteht in der Regel darin, die Aufmerksamkeit auf ein Produkt zu lenken oder eine Marke aufzubauen (Brand Building).

Influencer Relations, wörtlich übersetzt "Influencer Beziehung", hat den Aufbau einer langfristigen Beziehung zu einem Influencer als Ziel. Das Image und die Reputation einer Firma sollen dank des Influencers beim potentiellen Kunden langfristig gesteigert werden. Bei dieser Spielart des Online Marketings stehen die Glaubwürdigkeit und die Transparenz im Vordergrund.

Berühmte Influencer sind definitiv kreative Menschen. Wenn diese Personen im Umfeld Deiner Marke agieren, dann wird die Marke in der Regel vom kreativen Input des Influencers profitieren. So baute beispielsweise L`Oréal Paris ein Team mit Influencern auf, welches eine Werbekampagne selbstständig steuerte. Durch die Nähe zum Markt aus dem Blickwinkel der Kunden berücksichtigten die Influencer andere Aspekte, als die Firma selbst es getan hätte. Das Unternehmen L`Oréal Paris wertete die Kampagne als vollen Erfolg.

Bei den Influencer Relations geht es hauptsächlich darum, eine stabile, vertrauensvolle und vom gegenseitigen Respekt getragene Zusammenarbeit aufzubauen. Du solltest die Influencer als wertvolle Geschäftspartner anerkennen und ihnen genug Freiräume einräumen, damit sie zu einer Zusammenarbeit bereit sind. Hast Du den passenden Influencer gefunden, dann leistet dieser einen wichtigen Beitrag, um Deinen Umsatz zu steigern und ein positives Unternehmensimage aufzubauen. Es ist nicht nur förderlich, sondern wichtig, dass der Influencer von Deinem Unternehmen und dessen Produkten oder den Dienstleistungen überzeugt ist. Denn nur so sind die veröffentlichten Beiträge authentisch und lebendig. Sind die oder der Influencer mit Leidenschaft und Eigeninitiative bei der Sache, dann profitiert Dein Unternehmen.


Achte auf Engagement, Authentizität und Originalität!


Wir meinen: Engagement ist das neue Kapital in den sozialen Netzwerken. Wenn Du nicht nur auf die Reichweite achtest, sondern Dich auf wertvolle Interaktionen fokussierst, solltest Du mit Influencern arbeiten, welche nicht nur kreative sondern auch einzigartige Posts kreieren, die zum Mitmachen animieren. Ein simpler Post des zu bewerbenden Produkts oder der Dienstleistung reißt niemand vom Hocker.

Mittlerweile weiß jeder, der sich mit Content Marketing beschäftigt, es geht um Qualität des Contents und nicht um die Quantität. Überzeugend sind vordergründig Authentizität und gern auch Originalität. Du solltest Dich bemühen, eng mit dem Influencer bei der Entwicklung der Inhalte zusammen zu arbeiten. Vergiss nicht, kreative Menschen benötigen genügend Freiraum, um die potentiellen Kunden authentisch anzusprechen. Denn die Influencer kennen ihre Follower nun mal am besten und können am zielgenausten einschätzen, was gut von der jeweiligen Fangemeinde aufgenommen wird. Schließlich sind die Influencer Teil der Community.

Für Dich als Unternehmer liegt der Vorteil der Influencer Relations darin, dass eine große, zielgenaue Reichweite bei hoher Glaubwürdigkeit mit minimalen Kosten erzeugt wird. Dafür musst Du eventuell damit leben, dass Du keine 100 prozentige Kontrolle hast. Also könnte es passieren, dass Du Einbußen bei der Planbarkeit und Kontrolle in Kauf nehmen musst. Die Meinungsführer liegen außerhalb Deines direkten Zugriffs und das ist letztlich gewollt, um die Authentizität zu wahren. Nur eine Partnerschaft auf Augenhöhe kann Abhilfe schaffen. Bei der Zusammenarbeit mit Influencern sind eigentlich nur zwei Grundregeln zu beachten: Lege Wert auf den persönlichen Kontakt und auf eine aufrichtige, gegenseitige Wertschätzung.

Gelingt Dir das, dann wird aus der Influencer Relations eine Win- Win-Situation, von der beide Seiten einen Vorteil ziehen - denn auch der Influencer möchte in seinem Sinne profitieren.


Die sieben Erfolgsfaktoren des Influencer Marketings


Im folgenden haben wir noch einmal die sieben Erfolgsfaktoren des Influencer Marketings für Dich zusammengefasst:


1. Finde Influencer, die zu Deinem Unternehmen passen.


Suche Influencer, welche zu dem Spirit Deines Unternehmens passen. Damit sollte es gelingen, beim potentiellen Kunden Glaubwürdigkeit zu erzeugen.


2. Verpass nicht, die Präferenzen Deiner anvisierten Zielgruppe zu beachten.


Beginne damit zu analysieren, welche sozialen Medien Deine Zielgruppe bevorzugt. Eventuell sind diese auf Facebook unterwegs, weil der Austausch von Meinungen im Vordergrund steht. Vielleicht sind Deine Produkte eher visuell ansprechend, dann ist der Kanal Deiner Wahl in der Regel Pinterest. Suche dort nach Kooperationspartnern, wo Deine Kunden sind.


3. Hast Du den passenden Partner gefunden, dann gib ihm Informationen und lass ihm Freiraum.


Wenn Du Influencern wichtige Informationen über die Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung stellst, dann können sie diese Infos für das Storytelling nutzen. Storytelling bedeutet, es werden Geschichten erzählt. Geschichten sind definitiv interessanter als banale Produktbeschreibungen. Unternehmensinterna, Geschichten über Unternehmensgründer, über Mitarbeiter oder Bestandskunden, spannend erzählt - Du wirst staunen, was Dein kreativer Influencer daraus machen kann. Schreibe ihm nicht vor, wie er die Infos weiterverarbeitet, damit seine Follower die Dinge als interessant empfinden und lesen, liken, teilen und . . . letztlich annehmen. Versuch es mit Toleranz, wenn Dir die Dinge zu weit gehen oder wenn Dir etwas nicht passt. Denke dran, der Influencer hat Follower, weil er so ist, wie er ist.


4. Die Mischung macht’s!


Das Influencer Marketing wirkt auch als Teil einer Kampagne. Die Kombination aus Social-Media-Posts und Content-Marketing bietet sich an. Posts erhöhen die Bekanntheit, Content baut eine Fangemeinde auf.


5. Binde Deinen Influencer in die Produktentwicklung ein.


Dein Influencer ist im Idealfall ein Mitglied deiner Kundengruppe, derjenigen Gruppe, die Umsatz generiert und Dir zum Gewinn verhilft. Also sind die Bedürfnisse, Ideen oder Ansprüche des Influencers Dein Sprungbrett, um eine Kundschaft zu generieren, die Deinem Unternehmen den gewünschten Erfolg verschafft. Nicht nur das Marketing gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn Dein Werbepartner an der Produktentwicklung teilnimmt, Dein Produkt bzw. Deine Dienstleistung profitiert auch, denn es wird schon im Entstehungsprozess auf die Bedürfnisse des Kunden gehört. Also lass die Meinung des Influencers zu, denn er weiß, was der potentielle Kunde kaufen möchte.


6. Feedback ist alles, beobachte die Reaktion der Follower.


Wenn es da nichts zu beobachten gibt, wir wissen es, es läuft schief. Oder mit anderen Worten, keine Antwort ist auch eine Antwort. Was wir damit in Dein Bewusstsein rücken möchten, ist der Fakt: Die sozialen Netzwerke haben den Vorteil, es gibt Feedback. Nutze dieses Feedback, nimm Dir Zeit und analysiere die Rückmeldungen.


7. Messe Deinen Erfolg in Bezug auf die Influencer Kampagne.


Es ist legitim und zeugt von unternehmerischem Denken, messe den Erfolg Deiner Kampagne mit dem Influencer. Versuche die Dinge so zu takten, dass Du eine Chance hast, die Zusammenarbeit mit dem Influencer in monetärer Hinsicht zu bewerten. Nichts ist schlimmer als: Außer Spesen ist nichts gewesen!


Fazit


Influencer Marketing ist ein Trend mit Wachstumspotential. Viele Jugendliche träumen davon, es den berühmten Influencern nach zu machen. Sie verbringen enorm viel Zeit damit, den Influencern ihrer Wahl zu folgen.

Nicht nur die jungen Menschen schätzen einen Mix aus spannender oder kurzweiliger Unterhaltung und vertrauenswürdigen Informationen zu interessanten Produkten oder Dienstleistungen. Der Anreiz zum Kauf erhöht sich, wenn die Produkte oder Dienstleistungen so präsentiert werden, dass diese den eigenen Werten und der bevorzugten Lebensweise entsprechen.

Wenn Du nun über eine Kooperation mit Influencern nachdenkst, dann achte darauf, dass sich Eure Zielgruppen ähneln, so kannst Du Streuverlust vermeiden. Die Reichweite ist ein wichtiger Faktor, aber nicht unbedingt ausschlaggebend. Vertreibst Du ein Nischenprodukt, dann genügt ein Influencer mit geringer Reichweite, der beispielsweise eine kleine Kundengruppe mit authentischem Content überzeugt. Egal, ob Du mit einem Influencer mit kleiner oder große Reichweite zusammen arbeitest, eine langfristige Kooperation ist in jedem Fall empfehlenswert.